
Kronen Zeitung
LANDESLIGA-KNALLEFFEKT
Zulechner zog in Ybbs frühzeitig die Reißleine
Eigentlich hätten sich die Wege von Landesligist Ybbs und Erfolgscoach Philipp Zulechner erst im Sommer trennen sollen. Doch der 35-Jährige zog mit sofortiger Wirkung verfrüht die Reißleine. Die genauen Gründe bleiben offen, die Nachfolge treten der bisherige „Co“ Fabian Schadenhofer und Dominik Aigner an.
„Auffassungsunterschiede bezüglich Transfers und Zielsetzungen.“ Das ist in etwa die Quintessenz dessen, was der Landesliga-Tabellenzweite Ybbs und Ex-Coach Philipp Zulechner als Gründe für seinen Abgang nannten. Im Sommer 2024 hatte der 35-Jährige die Mostviertler im Aufstiegsjahr übernommen und auf den fünften Tabellenplatz geführt, heuer sogar zum Vize-Winterkönig. „Dahinter steckt ein Zusammenspiel des gesamten Teams inklusive Mannschaft und Betreuerstab, wobei Philipp als Cheftrainer natürlich einer der Hauptakteure war“, bedankt sich Obmann Christian Eplinger.
Auch der einstige Freiburg-Legionär fand sehr versöhnliche Worte zum Abschied seiner ersten Profistation als „Einser“-Trainer: „Es waren tolle eineinhalb Jahre, in denen ich sehr viel lernen durfte und mich entwickeln konnte. Ich denke, die 21 Monate waren über den erwarteten Zielen, was mich sehr stolz macht. Die Mannschaft hat meine Ideen immer versucht, gut umzusetzen. Die positive spielerische Entwicklung spricht auch für sich.“
Rückkehr in neuer Rolle
Wie oder wo es für den Cupsieger von 2018 (Sturm Graz) weitergehen wird, bleibt offen. Seine Rückkehr in die Wüsterstrom Arena auf der anderen Seite ist schon fix. Natürlich in neuer Rolle: „Ich werde den Weg auf jeden Fall mitverfolgen und mir die eine oder andere Partie im Stadion als Fan ansehen.“ Bis zum Sommer übernehmen sein „Co“ Fabian Schadenhofer und Dominik Aigner, der ebenfalls bereits im Trainerteam mitgearbeitet hat, interimistisch.
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